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Ratgeber · Bayern

24-Stunden-Betreuung in Bayern: Was Familien wissen müssen

Betreuungskraft liest gemeinsam mit einer Seniorin auf dem Sofa

Immer mehr Familien in Bayern entscheiden sich für eine 24-Stunden-Betreuung zuhause, statt einen geliebten Menschen in ein Pflegeheim zu geben. Der Grund ist einfach: Zuhause bleibt vertraut, sicher und persönlich. In diesem Beitrag erklären wir, wie 24h-Betreuung in Bayern funktioniert, was sie kostet und worauf Sie achten sollten.

Was bedeutet 24-Stunden-Betreuung genau?

Bei einer 24-Stunden-Betreuung zieht eine Betreuungskraft bei der Familie ein und unterstützt im Alltag: bei Haushalt und Mahlzeiten, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und einfach als Gesellschaft. Der Fokus liegt auf sozialer und praktischer Unterstützung, nicht auf medizinischer Pflege.

Warum entscheiden sich Familien in Bayern dafür?

Bayern hat eine große Zahl älterer Menschen, die möglichst selbstständig in den eigenen vier Wänden bleiben möchten. 24-Stunden-Betreuung macht das möglich, besonders wenn Angehörige berufstätig sind oder weiter entfernt wohnen und nicht täglich vor Ort sein können.

Was kostet eine 24-Stunden-Betreuung in Bayern?

Die Kosten hängen vom Betreuungsbedarf, den gewünschten Deutschkenntnissen der Betreuungskraft und der individuellen Situation ab. Im kostenlosen Erstgespräch erhalten Familien ein transparentes, individuelles Angebot ohne versteckte Kosten. Was die Pflegekasse dazu beiträgt, zeigt unsere Übersicht Kosten der 24-Stunden-Pflege zuhause.

Wie schnell kann die Betreuung starten?

In vielen Fällen erhalten Familien bereits innerhalb von 24 Stunden erste passende Vorschläge für eine Betreuungskraft.

Landespflegegeld: eine bayerische Besonderheit

Wer in Bayern lebt, kann zusätzlich zum Pflegegeld der Pflegekasse das Bayerische Landespflegegeld bekommen. Voraussetzung sind mindestens Pflegegrad 2 und der Hauptwohnsitz in Bayern. Ab dem Pflegegeldjahr 2026 beträgt es 500 € im Jahr, vorher waren es 1.000 €. Das Geld wird einmal jährlich ausgezahlt und kann frei verwendet werden, zum Beispiel für Ausgaben rund um die Betreuung zuhause.

Das Landespflegegeld kommt zu den bundesweiten Leistungen dazu. Welche das sind und wie hoch das Pflegegeld je Pflegegrad ist, erklären wir auf unserer Seite Kosten und Pflegegeld 2026.

Betreuung in der Stadt und auf dem Land

In München, Nürnberg oder Augsburg gibt es viele Pflegedienste, aber oft wenig Zeit pro Besuch. In ländlichen Regionen, etwa in der Oberpfalz, in Niederbayern oder im Allgäu, sind die Wege lang und ein Pflegedienst kommt manchmal nur einmal am Tag. Eine Betreuungskraft, die im Haushalt lebt, ist dann den ganzen Tag da: beim Frühstück, beim Spaziergang, am Abend.

Medizinische Behandlungspflege, zum Beispiel Spritzen oder Verbandswechsel, übernimmt ein zugelassener Pflegedienst. Beides lässt sich gut kombinieren.

Was die Familie vorbereiten sollte

Die Betreuungskraft braucht ein eigenes Zimmer mit Bett, Schrank und Tageslicht. Dazu kommen freie Verpflegung im Haushalt und, wenn möglich, ein Internetzugang, damit sie Kontakt zur eigenen Familie halten kann. Hilfreich ist auch eine kurze Liste mit Tagesablauf, Medikamenten, Telefonnummern von Hausarzt und Angehörigen.

Kostenlose Pflegeberatung bietet jede Pflegekasse an. In vielen bayerischen Landkreisen gibt es zusätzlich Pflegestützpunkte, die vor Ort beraten. MD Solutions vermittelt Betreuungskräfte nicht nur in Bayern, sondern für 24-Stunden-Pflege zuhause in ganz Deutschland.

Häufige Fragen

Bekommt man in Bayern zusätzlich Geld für die Pflege zuhause?

Ja. Mit mindestens Pflegegrad 2 und Hauptwohnsitz in Bayern gibt es das Bayerische Landespflegegeld. Ab dem Pflegegeldjahr 2026 sind es 500 € im Jahr, zusätzlich zum Pflegegeld der Pflegekasse.

Gibt es 24-Stunden-Betreuung auch auf dem Land in Bayern?

Ja. Die Betreuungskraft lebt im Haushalt, deshalb spielt die Entfernung zum nächsten Pflegedienst keine große Rolle. Gerade in ländlichen Regionen ist das für viele Familien ein Vorteil.

Übernimmt die Betreuungskraft auch medizinische Pflege?

Nein. Medizinische Behandlungspflege wie Spritzen oder Wundversorgung übernimmt ein zugelassener Pflegedienst. Die Betreuungskraft hilft im Alltag, im Haushalt und bei der Grundpflege.

Was muss die Familie für die Betreuungskraft bereitstellen?

Ein eigenes, möbliertes Zimmer, freie Verpflegung und wenn möglich Internet. Alles Weitere besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Der nächste Schritt

Der einfachste erste Schritt ist ein kostenloses, unverbindliches Beratungsgespräch. Darin besprechen wir gemeinsam die Situation Ihrer Familie und die passende Lösung.

Mehr zum Thema Preis lesen Sie im Beitrag Was kostet eine 24-Stunden-Betreuung? Ihre Familie wohnt nicht in Bayern? Wir betreuen auch hier: 24-Stunden-Pflege in NRW.

Stand: Oktober 2026. Quellen: Bayerischer Landtag, Gesetzentwurf Landespflegegeld, § 37 SGB XI (Pflegegeld).

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